Errichtung einer 100 kWp Freiflächen-Photovoltaikanlage mit einem 100 kWh Batteriespeicher für den Eigenverbrauch

Im Zuge der Energiewende ist die Nutzung von erneuerbaren Energieträgern eines der großen Ziele. Kläranlagen zählen zu den größten kommunalen Energieverbrauchern, wodurch die Verwendung von regenerativen Energieträgern großen Einfluss auf die Energie- und Treibhausgasbilanz einer Region hat.

Auf dem Gelände der Kläranlage Liebenwalde wird daher eine Freiflächen-Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 100 kWp errichtet. Die PV-Anlage besteht aus 334 Modulen mit einer Gesamtfläche von rund 550 m².

Da der Energiebedarf einer Kläranlage verfahrensbedingt starken Schwankungen unterliegt, wird die Photovoltaikanlage durch einen Stromspeicher ergänzt, um die erzeugte Energie bei geringem Bedarf zwischenspeichern zu können und somit den Eigenverbrauch des erzeugten Stroms zu gewährleisten. Außerdem hilft dieser Batteriespeicher, aufkommende Lastspitzen im Energieverbrauch abzumildern, was unter anderem auch zu Kosteneinsparungen führt.

Simulationen ergaben, dass die geplante PV-Anlage rund 110.000 kWh im Jahr produzieren wird, was etwa einem Drittel des derzeitigen Stromverbrauchs der Kläranlage entspricht. Die so erzeugte Energie führt außerdem zu einer Vermeidung des Ausstoßes von CO2-Emissionen in einer Höhe von mehr als 60.000 kg pro Jahr.

Das gesamte Projekt kostet rund 290.000 Euro (brutto). Es wurde bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) ein Antrag auf Fördermittel aus dem Programm „RENplus 2014 – 2020“ gestellt, welches aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert wird. Dieser Antrag wurde mittlerweile positiv beschieden. Von den genannten Projektkosten wurden rund 250.000 Euro als zuwendungsfähig anerkannt. Die Förderung auf diese zuwendungsfähigen Kosten beträgt 80% bzw. rund 200.000 Euro.