Neuigkeiten Rund um den TAV

Beschlüsse 2008

Die Verbandsversammlung fasste in ihrer Sitzung am 15.07.2008 14 wichtige Beschlüsse. So wurden die Übernahmen des wasserwirtschaftlichen Inventars der Ortsteile Kreuzbruch und Freienhagen durch den Zweckverband, der Jahresabschluss zum 31.12.2007 und der Lagebericht für das Wirtschaftsjahr 2007, die Entlastung des Verbandsvorstehers des Trink- und Abwasserzweckverbandes Liebenwalde für das Wirtschaftsjahr 2007 und die Einstellung des Jahresgewinns 2007 in Höhe von 133,5 T€ in die Zweckgebundenen Rücklagen einstimmig beschlossen.
Weiterhin wurden die 1. Satzung zur Änderung der Satzung zur Erhebung von Gebühren für die Wasserversorgung des Trink- und Abwasserzweckverbandes Liebenwalde (Wassergebührensatzung) und die 1. Satzung zur Änderung der Satzung zur Erhebung von Gebühren für die Schmutzwasserbeseitigung des Trink- und Abwasserzweckverbandes Liebenwalde (Schmutzwassergebührensatzung) rückwirkend zum 01.01.2008 einstimmig beschlossen. Einzige Änderung war jeweils die Einfügung eines Absatzes mit der Festlegung, dass Grundstücke mit genehmigter Sommernutzung nur einen, statt drei Abschlägen zu zahlen haben (s.a. unter Satzungen).
Ein weitreichender Beschluss beinhaltet die Mitarbeit an einer Projektskizze „Systemische Ansätze Wasser + Energie“ auf der Kläranlage Liebenwalde.

Durch den Zweckverband wurden im ersten Halbjahr 2008 die Geschäftsbereiche Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung unterhalten. Seit 01.01.2007 wird die mobile Entsorgung nach dem Frischwassermaßstab abgerechnet.

Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres ist die Trinkwasserförderung im Berichtszeitraum durch die, vor allem in den letzten Wochen, sehr trockene und heiße Witterung die Trinkwasserförderung unserer Wasserwerke insgesamt um 4.194 m³ (+3,3 %) gestiegen. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2006 wurden 7.876 m³ (7,4 %) weniger Trinkwasser gefördert. Die Trinkwasserversorgung war stets mit dem erforderlichen Druck in hoher Qualität gewährleistet.

Im Abwasserbereich ist im Berichtszeitraum die Schmutzwasserreinigung gegenüber dem Vorjahr (212.000) m³ insgesamt um ca. 38.000 m³ auf ca. 250.000 m³ gestiegen. Die Schmutzwasserreinigung für Dritte erhöhte sich im Vergleich zum ersten Halbjahr 2007 um 37.000 m³.
Ein Großteil der Mengensteigerung ist auf die Einführung des Frischwassermaßstabes für die mobile Entsorgung ab 01.01.2007 im TAV-Gebiet und ab 01.01.2008 im Gebiet des NWA Zehlendorf zurückzuführen.

Insgesamt liegt der Trinkwasserverbrauch immer noch deutlich unter dem Durchschnitt des Landes Brandenburg und des Bundes.

Zum 30.06.2008 verfügte der Zweckverband im Wesentlichen über Sachanlagevermögen. Per 31.12.2007 waren 91 % (Vorjahr 92 %) des Vermögens langfristig im Anlagenkapital gebunden.

Die Leistungsfähigkeit und der Ausnutzungsgrad der wesentlichen Anlagen sind gewährleistet.

Die Erneuerung einer Trinkwasserleitung „Am Weinberg“ in Liebenwalde und der Ersatz maroder Schieberkreuze bilden den Schwerpunkt der Bautätigkeit 2008 im Trinkwasserbereich.

Im Schmutzwasserbereich sind die Sanierung des Schmutzwasserortsnetzes Neuholland und des Schmutzwasserkanals „Am Weinberg“ in Liebenwalde, die Optimierung der Kläranlagen Liebenwalde und Schluft Schwerpunkte der Baumaßnahmen 2008. Die Sanierungsmaßnahmen werden durch das Land Brandenburg gefördert und im dritten Quartal begonnen.

Die Umsatzerlöse entwickelten sich im ersten Halbjahr 2008 im Wesentlichen planmäßig. Die Einnahmen von Dritten haben sich bisher gegenüber dem Plan erhöht. Entstandene Einnahmeausfälle durch die Einleitung von Schmutzwasser in Grundstückssammelgruben, welches nicht über den Trinkwassermaßstab gemessen wurde gibt es hauptsächlich im Ortsteil Freienhagen der Stadt Liebenwalde. Der Ortsteil Freienhagen wurde vom TAZ Malz i.A. übernommen. Die Versäumnisse dieses Verbandes bei der Durchsetzung des Anschluss- und Benutzungszwanges haben dazu geführt, dass ca. jedes dritte Grundstück noch eine Eigenwasserversorgung im Haushalt betreibt und das anfallende Schmutzwasser – ohne Bezahlung – entsorgen lässt. Die betroffenen Grundstückseigner werden z. Z. zur Ordnungswidrigkeit schriftlich angehört, bei Uneinsichtigkeit und groben Verstößen werden Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.
Die Zahlungsmoral hat sich insgesamt verbessert.

Das erste Halbjahr war von 47 größeren Havarien im Trink- und Abwasserbereich gekennzeichnet. Die größte Havarie war am 02. Mai 2008, ein Rohrbruch der Asbestzementtrinkwasserleitung in der Havelstraße in Liebenwalde. Ganz Neuholland, ein Teil der Havelstraße und der Straße „Am Voßkanal“ waren mehrere Stunden ohne Wasser.

Das Bereitschaftssystem und die Zusammenarbeit mit benötigten Fremdfirmen haben sich auch in diesem Halbjahr bewährt. In kürzest möglicher Zeit konnten Havarien beseitigt und die Belastungen der Anschlussnehmer auf ein Minimum beschränkt werden. Zunehmend erschwerend stellte sich die Verlängerung der Lieferzeiten für einige wichtige Ersatzteile heraus.

Liebenwalde, den 31. Juli 2008

Jörn Lehmann                 Hans-Christian Schnur
Verbandsvorsteher       Geschäftsführer